gewürze


Gewürze lassen unsere Mahlzeiten nicht nur besser schmecken, sondern können maßgeblich dazu beitragen, alles auch besser zu verdauen. Ein zu schwaches Verdauungsfeuer kann uns unangenehme Beschwerden bereiten. Hier können die richtigen Gewürze durchaus für Abhilfe sorgen. Außerdem macht es viel Spaß einmal wieder neue Gewürze auszuprobieren.
Bei entzündlichen Erkrankungen sollen scharfe, erhitzende Gewürze vermieden werden.

Die meisten Gewürze ergeben, mit heißem Wasser überbrüht, einen hervorragenden Verdauungstee. Dabei können sie einzeln oder gemischt verwendet werden.

Mit den richtigen Gewürzen wird unsere Küche zu unserer kleinen Hausapotheke.

 

Ingwer

Ingwerpulver und frischer Ingwer sind sehr unterschiedlich im Geschmack. Bitte beachten Sie deshalb die Angaben in Rezepten.

Die besondere Wirkung des Ingwers liegt in der Verstärkung unseres Verdauungsfeuers. Er wird als Heilmittel bei Verdauungsstörungen, Koliken, Magenverstimmung und Übelkeit eingesetzt. Außerdem lindert er Fieber und Husten.

Ingwertee und Ingwerbäder sind ein bekanntes Hausmittel um den Appetit anzuregen, Muskelschmerzen und Rheuma zu lindern und wirken menstruationsfördernd.

Ingwer findet sowohl in Gemüsegerichten als auch in Süßspeisen, Kompotte usw. Verwendung.

Zur Stärkung und für einen guten Nachtschlaf kann vor dem Zubettgehen eine Tasse heiße Milch mit einer Prise Ingwerpulver und Kardamom getrunken werden.

 

Kardamom

Kardamom gibt es als Kapseln oder in Pulverform. Bei Verwendung der Kapseln sollten diese vor dem Kochen etwas aufgebrochen werden, damit sich das volle Aroma entfalten kann. Nach dem Kochen können diese Kapseln wieder entfernt werden.

Die besondere Wirkung des Kardamoms liegt in der Verdauungsförderung, indem die Magensaftsekretion gesteigert wird. Außerdem wirkt er schleimlösend auf die Bronchien, Stirn- und Nebenhöhlen und stärkt das Herz und Gedächtnis.

Kardamom hat einen hohen Gehalt an den Vitaminen A, B und C, Eiweiß und Eisen.

Das kauen von Kardamomkapseln wirkt gegen schlechten Mundgeruch und kann während einer Ernährungsumstellung durchaus hilfreich sein.

 

Koriander

Koriander hat eine verdauungsfördernde Wirkung. Es gibt ihn ganz oder gemahlen zu kaufen. Koriandersamen ist sehr aromatisch. Er passt z. B. sehr gut zu Karotten und Kohlgerichte. Seine ätherischen Öle unterstützen die Verdauung von stärkehaltigen Speisen und Wurzelgemüse. Das Essen bekommt durch ihn ein angenehmes, frühlingshaftes Aroma. Sein Aroma entfaltet sich am besten frisch gemahlen (Körner in die Pfeffermühle!)
Er hat eine herzstärkende und fiebersenkende Wirkung. Er wirkt harntreibend und kann Verschleimung lösen.

Mittel gegen Durchfall: Sauermilch mit Koriander
Koriander wirkt entzündungshemmend im Verdauungstrakt.

Tee gegen Kopfschmerzen und Erkältungen: Koriander, Ingwer, Pfeffer

 

Zimt

Zimt hat eine verdauungsfördernde und entblähende Wirkung. Er wirkt aufgrund seiner wärmenden Eigenschaften lindernd bei Erkältungskrankheiten. Nicht empfehlenswert bei entzündlichen Krankheiten. Zimt regt den Kreislauf und die Durchblutung an.

Zimt macht unseren täglichen Apfel zu einer Delikatesse. Er kann aber auch herzhaften Gerichten in kleinen Mengen zugefügt werden, um die Verdauungskraft zu stärken.

 

 

Kreuzkümmel – Cumin

Kreuzkümmel gibt es gemahlen oder als ganze Kümmelsamen.

Seine Hauptwirkung ist wieder die Verdauungsförderung. Außerdem reinigt er Blase und Harnwege. Kreuzkümmel hat ein kräftiges Aroma und eine sehr starke Würzwirkung. Deshalb sollten Sie ihn anfangs sparsam verwenden.
Bei Magen und Darmleiden wirkt er lindernd und beruhigend.

Bei Übelkeit, Verdauungsstörungen, Blähungen, Krämpfen empfiehlt sich ein Tee aus Kreuzkümmel, Fenchelsamen und Koriander.

Für eine leichte Geburt und genügend Brustmilch empfiehlt sich ein lauwarmer Kreuzkümmeltee mit Honig und Milch.

 

Asafoedita – Hing – Teufelsdreck

Asafoedita ist ein aromatisches Harz, das aus der Wurzel der Asafoedita gewonnen wird. Es hat eine stark verdauungsfördernde Wirkung und hilft bei Übelkeit, Brechreiz, Blähungen und Koliken. Ideal deshalb zu Gerichten mit Hülsenfrüchten und Kohl. Asafoedita passt auch wunderbar in  Suppen und Salatdressings. Zwiebeln und Knoblauch werden durch Asafoedita perfekt ersetzt, jedoch ohne den unangenehmen Geruch. Es sollte in jeder Küche Salz und Pfeffer ergänzen.

Rezeptvorschlag: Ein mit Tomaten belegtes Butterbrot wird mit Salz, Pfeffer und
Asafoedita bestreut zum besonderen Geschmackserlebnis.

 

Senfkörner

Schwarze, braune und gelbe Senfkörner werden seit über 2000 Jahren als Heil- und Würzmittel verwendet. Sie unterstützen die Verdauung fetter Speisen. Ganze Körner werden in Öl angeröstet. Sobald die Körner das Springen anfangen gibt man die restlichen Kochzutaten bei.

Weitere positive Wirkungen haben sich bei Durchblutungsstörungen, Blähungen, bakteriellen Infektionen und Krämpfen gezeigt.

Das morgendliche Kauen von Senfkörnern (Wasser nachtrinken) soll vor Schlaganfall und Herzinfarkt schützen und unterstützt Leber, Magen und Galle bei ihrer Tätigkeit. Hilft bei Verstopfung, Nervenschmerzen, Gicht und Rheuma.

"Darmbürste" nach dem Vorbild Kneipp: Täglich zur selben Zeit ca 2 EL unzerkaute Senfkörner mit viel kohlensäurefreiem Wasser schlucken. Anwendungsdauer: ca 4 Wochen.

Im Magen geben die Körner ätherisches Senföl ab und die unverdaulichen Schalen nehmen auf ihrem Weg durch den Darm Viren, Bakterien und Pilze auf und helfen so bei der Körperreinigung über Magen und Darm. Bitte klären Sie mit Ihrem Arzt, ob diese Art der Entschlackung für Sie geeignet ist.

Eine regelmäßige Anwendung (1 - 2 x pro Jahr) kann dem Darm helfen, seine wichtigen Aufgaben gut zu erfüllen.

 

Kurkuma

Kurkuma finden Sie auch unter dem Namen Tumerik, Gelbwurz und Haldi. Es handelt sich um die Wurzel der Kurkumapflanze, die getrocknet und gemahlen wird. In Currymischungen ist es ein Hauptbestandteil und sorgt für die schöne gelbe Farbe (Achtung! Färbt auch Kleidung, Küchenarbeitsplatten usw.). Das gelbe Pulver hat blutreinigende und antibiotische Wirkung. Mit dem scharfen, bitteren und herben Geschmack wirkt es erhitzend und appetitanregend, reguliert die Darmflora und den Gallenfluss.

Unterstützende Wirkung bei Nieren- und Gallenleiden, Diabetes, Arthritis und Hautproblemen.

Als Paste aufgetragen kann es die Wundheilung kleinerer Blessuren fördern. Bei Aphten hilft oft ein Gemisch aus Honig und Kurkuma.

Kurkuma gilt als Anti-Krebs-Lebensmittel weil es der Bildung von Chemo-Resistenzen, sowie der Invasion und Metastasierung entgegenwirkt. Kurkuma wird in der Leber und in der Darmschleimhaut relativ schnell abgebaut. Ein gleichzeitiges Würzen der Speisen mit Pfeffer kann diesen Prozess verlangsamen.

Wie alle sekundären Pflanzenstoffe reagiert das leuchtend gelbe Curcumin sehr empfindlich auf Hitze und Sauerstoff. Eine sorgsame Verarbeitung, Transport und Lagerung ist empfehlenswert, um die biologische Wertigkeit zu erhalten.